Andre Schramm

Kranke Tierliebe

Bautzen. Die "aktion tier" hat in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzcentrum Meissen einen Fall von Animal Hoarding (Tierhortung) in Eisenach beendet.

In einem heruntergekommenen Einfamilienhaus hielt eine psychisch kranke Frau 15 Katzen. "Der Bestand hatte sich aus ursprünglich drei Tieren entwickelt, die nicht kastriert waren und sich folglich regelmäßig vermehrten", sagt Ursula Bauer von "aktion tier". Nun wurde der 53-jährigen Halterin die Wohnung gekündigt, ein Umzug mit allen Katzen in eine neue Bleibe war undenkbar. Auf Bitten der Betreuerin hin hatte "aktion tier" sich der Sache angenommen und gemeinsam mit Mitarbeitern des Tierschutzcentrums Meissen 13 Katzen in der verdreckten Wohnung eingefangen und nach Meißen zur Genesung gebracht. Zwei Katzen wurden der Halterin gelassen, da sie mit Selbstmord drohte. Diese beiden Tiere werden nun von der Betreuerin zum Tierarzt gebracht, der sie kastriert und behandelt. "Die von uns übernommenen Tiere sind wie bei Inzucht charakteristisch sehr klein und schmächtig, außerdem leiden alle Katzen an Schnupfen und Parasiten, haben verklebtes Fell und sind insgesamt sehr schwach", erzählt Ursula Bauer von "aktion tier", die mit vor Ort war. Die vielen Katzen waren ihr Leben lang in zwei kleinen Räumen eingesperrt, konnten sich folglich nicht ausreichend bewegen und hatten keine Chance, ihren Artgenossen aus dem Wege zu gehen. Die psychisch kranke Halterin war mit der Versorgung der ungewöhnlich scheuen Tiere völlig überfordert und schaffte es schon lange nicht mehr, deren Exkremente zu beseitigen.

Eine der verwahrlosten Katzen aus Eisenach. Foto: aktion tier

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65-jähriger Bernd E. wird vermisst

Sachsen. Die Polizei fahndete derzeit nach dem Vermissten der nach einem Besuch bei seinen Kindern in Bayern nicht wieder in Dresden ankam. Der 65-Jährige sollte am Sonntagnachmittag (13. August) mit dem Zug von Nürnberg zurück nach Dresden fahren. Hier kam er jedoch nicht an. Er konnte auch an seiner Wohnung im Dresden-Striesen nicht angetroffen werden. Am Nachmittag des 14. August gab es einen telefonischen Kontakt zu Angehörigen. Dabei gab der 65-Jährige an, dass er sich in Regensburg befindet. Sein Mobiltelefon konnte ebenfalls in Regensburg geortet werden. Seitdem ist der Gesuchte nicht mehr erreichbar. Weitere Handyortungen ergaben, dass sich das Telefon in Tschechien befand (15. August). Hinweise wo sich der 65-Jährige aktuell aufhält, gibt es jedoch nicht. Auch die Tschechische Polizei ist in die Suchmaßnahmen einbezogen, konnte den Mann jedoch auch noch nicht ausfindig machen. Der vermisste Dresdner leidet an Demenz und ist auf Medikamente angewiesen. Er ist 170 cm groß und schlank. Er hat dunkelbraune kurze Haare und trägt eine Brille mit eckigem Gestell sowie selbsttönenden Gläsern. Er ist vermutlich mit einer schwarzen Jacke sowie einem schwarzen Basecap bekleidet und dürfte mit einem schwarzen Herrenfahrrad unterwegs sein. Die Polizei fragt: Wer hat Bernd E. seit Sonntag gesehen? Wer kann Angaben zu seinem derzeitigen Aufenthaltsort machen? Zeugenhinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. Falls Sie den Vermissten aktuell sehen, können Sie sich auch an die örtlich zuständige Polizeidienststelle wenden. (ju) Die Polizei fahndete derzeit nach dem Vermissten der nach einem Besuch bei seinen Kindern in Bayern nicht wieder in Dresden ankam. Der 65-Jährige sollte am Sonntagnachmittag (13. August) mit dem Zug von Nürnberg zurück nach Dresden fahren. Hier kam…

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