Andre Schramm

Kranke Tierliebe

Bautzen. Die "aktion tier" hat in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzcentrum Meissen einen Fall von Animal Hoarding (Tierhortung) in Eisenach beendet.

In einem heruntergekommenen Einfamilienhaus hielt eine psychisch kranke Frau 15 Katzen. "Der Bestand hatte sich aus ursprünglich drei Tieren entwickelt, die nicht kastriert waren und sich folglich regelmäßig vermehrten", sagt Ursula Bauer von "aktion tier". Nun wurde der 53-jährigen Halterin die Wohnung gekündigt, ein Umzug mit allen Katzen in eine neue Bleibe war undenkbar. Auf Bitten der Betreuerin hin hatte "aktion tier" sich der Sache angenommen und gemeinsam mit Mitarbeitern des Tierschutzcentrums Meissen 13 Katzen in der verdreckten Wohnung eingefangen und nach Meißen zur Genesung gebracht. Zwei Katzen wurden der Halterin gelassen, da sie mit Selbstmord drohte. Diese beiden Tiere werden nun von der Betreuerin zum Tierarzt gebracht, der sie kastriert und behandelt. "Die von uns übernommenen Tiere sind wie bei Inzucht charakteristisch sehr klein und schmächtig, außerdem leiden alle Katzen an Schnupfen und Parasiten, haben verklebtes Fell und sind insgesamt sehr schwach", erzählt Ursula Bauer von "aktion tier", die mit vor Ort war. Die vielen Katzen waren ihr Leben lang in zwei kleinen Räumen eingesperrt, konnten sich folglich nicht ausreichend bewegen und hatten keine Chance, ihren Artgenossen aus dem Wege zu gehen. Die psychisch kranke Halterin war mit der Versorgung der ungewöhnlich scheuen Tiere völlig überfordert und schaffte es schon lange nicht mehr, deren Exkremente zu beseitigen.

Eine der verwahrlosten Katzen aus Eisenach. Foto: aktion tier

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Flammeninferno: Frisch renoviertes Wohnhaus brennt nieder

Sornßig. In der Nacht zu Freitag kam es in Sornßig gegen 1:15 Uhr zu einem Wohnhausbrand. Der Bewohner eines Hauses hatte den Brand in seinem Zuhause bemerkt und noch versucht, mittels Feuerlöscher selbst gegen die Flammen zu kämpfen. Unglücklicherweise scheiterte er dabei.Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, schossen schon große Flammen aus den Fenstern des mit Holz vertäfelten Hauses. Immer mehr wurde klar: Hier ist nichts mehr zu retten!Hunderte Meter Schlauch mussten gelegt werden, um Löschwasser zur Einsatzstelle zu bekommen. Immer wieder zündete das Feuer im Inneren durch, die Flammen schlugen zum Schluss auch aus dem Dachstuhl. Die Holzfassade machte es den Kameraden zusätzlich schwer, da immer wieder Glutnester im Holz entfachten.Besonders traurig: Das Objekt - unter anderem die Fassade - wurde erst Anfang des Jahres renoviert. Einige Kameraden der Feuerwehr waren sogar beim Umbau selbst mit dabei.Bis in die Morgenstunden zog sich der Einsatz, gegen 4 Uhr war das Feuer schließlich vollkommen unter Kontrolle. Die Polizei hat vor Ort ihre Ermittlungen übernommen, im Laufe des Freitags wird vermutlich ein Brandursachenermittler seine Arbeit aufnehmen.Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.LausitznewsIn der Nacht zu Freitag kam es in Sornßig gegen 1:15 Uhr zu einem Wohnhausbrand. Der Bewohner eines Hauses hatte den Brand in seinem Zuhause bemerkt und noch versucht, mittels Feuerlöscher selbst gegen die Flammen zu kämpfen. Unglücklicherweise…

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