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Indianer-Ehrenwort: "Wir schaffen das!"

„Schiebocker Rothäute“ wollen den Schatz im Silbersee heben

Bischofswerda. Nach den Osterferien beginnt für die rund 80 Darsteller und Statisten die „heiße Phase“ der Probenarbeit. Nicht ohne Grund, denn schon am 11. Juni ist Premiere und die Waldbühne wird sich in diesem Jahr in das Gebiet der Utahs verwandeln.

Dem Heimatland des legendären Indianerstammes, durch den allein der Weg zum „Schatz im Silbersee“ führt. So sicher, wie es sich einst  Karl May erträumt haben mag. Die Story selbst ist nicht neu, die Inszenierung samt Dialogregie allerdings schon. Jede Menge Text, den Uwe Hänchen seinen kleinen und großen Schauspielern der Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ da wieder ins Manuskript geschrieben hat. 

Weil aber echte Indianer keinen Schmerz kennen, sind seine Eleven sichtlich mit Spaß dabei, auch noch nach einem langen Schultag und drei Stunden Intensivprobe in ihrem „Winterquartier“, im Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit. 

Keine Nachwuchsprobleme

Während andere Vereine immer wieder mal den demografischen Wandel beklagen, hat der Leiter, Autor und Regisseur in Personalunion offenbar keine Nachwuchsprobleme. „Das hat wohl etwas mit Kontinuität zu tun, denn immerhin gibt es Deutschlands kleinste Karl-May-Spiele schon seit 1993. Natürlich kommen unsere Mitwirkenden längst nicht mehr allein aus der Stadt Bischofswerda. Es hat sich offenbar bei Kindern, Jugendlichen, Eltern und Lehrern inzwischen herumgesprochen und ist irgendwie zum Selbstläufer geworden“, so Hänchen. Doch nicht nur bei denen, denn der beste Leumund ist für Theaterleute ja immer das Publikum.  Jahr für Jahr besuchen rund 10.000 Zuschauer, bei einer Kapazität von 500 Sitzplätzen, die 20 professionellen Vorstellungen im Stadtwald von Bischofswerda. Zahlen, die so manch Profi-Intendanten großer Festspielorte einen gewissen Respekt abringen dürften. 

Tierische „Kollegen“

Was die diesjährige Inszenierung angeht, werden neben 15 Bildern, 80 Darstellern und „Kulissenschiebern“, auch wieder tierische „Kollegen“ ihren großen Auftritt haben. Hänchen dazu: „Zehn Pferde, zwei Rinder, ein echter Adler und einige Kleintiere sind dabei. Darüber hinaus werden originalgetreue Kostüme, Requisiten und Kulissen, ein Planwagen, eine Postkutsche, ein Dampfer und zahlreiche Action-Szenen den Besuch der diesjährigen Karl-May-Spiele auf der Waldbühne in Bischofswerda zu einem Erlebnis werden lassen. Zum Service gehören ein kostenloser Bus-Shuttle, kostenfreie Parkplätze und unsere Freiluftgaststätte mit einem reichlichen Angebot an Speisen und Getränken.“ 

Tickets & Preise

Anfahrt:  Waldbühne Bischofswerda, Schmöllner Weg

Karten: ab 1. Mai im Spielzeuggeschäft „Holzwurm“ (Kornmarkt-Passage Bautzen), im Bürger- und Tourismusservice (Rathaus Bischofswerda) und unter www.karl-may-spiele-bischofswerda.de 

Preis: Erwachsene 7 Euro, Kinder 4 Euro 

Spielplan: alle Termine unter www.wochenkurier.info 

 

Bernd Witscherkowsky

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