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Bildergalerie: Fasching in Schirgiswalde

Schirgiswalde-Kirschau. Es dürften rund 10 000 Besucher gewesen sein, die sich am Sonntag in den Gassen von Schirgiswalde tummelten.

Seit 1981, immer am Faschingssonntag, organisiert der Schirgiswalder Faschingsclub (SFC) den närrischen Festumzug durch das malerische Städtchen in der Oberlausitz. Doch diesmal war alles ein klein wenig anders als sonst. Denn bevor sich der Umzug um 15 Uhr in Bewegung setzte, galt es zunächst eine kleine "Stadt-Wette" zum Abschluss zu bringen. Bertram Wenke - Maier, runde 30 Jahre im Club, beim SFC seit 28 Jahren "Minister für Umzugsfragen und sonstige Katastrophen", über zwei Schafe, Mädels im Dirndl, Buben in Leder­hosen und eine Herausforderung für den obersten Verwaltungschef des Landkreises Bautzen: "Wie alle kuriosen Wetten entstand auch diese am Stammtisch. Und weil wir wussten, dass Michael Harig kein Spielverderber, sogar selbst passionierter Faschings­freund ist, sind wir die Sache halt angegangen."

Sollte es dem Faschingsclub Schirgiswalde am Sonntag gelin­gen, noch vor dem Festumzug 50 Paare in Dirndl und Lederhosen auf den Marktplatz zu locken, die noch dazu die Annemarie-Polka tanzen, würde Harig die Wette verlieren und hätte als Wettein­satz einen eigenen Umzugswagen mit allem drum und dran zu stel­len. Im Gegenzug winkte der SFC mit zwei ausgewachsenen Scha­fen, die sich der Hobbyzüchter als Siegerprämie in den heimischen Stall stellen dürfte. "Damit konn­ten wir den Mann letztlich locken, immerhin kann es ja in Zeiten böser Wölfe nicht schaden, ein paar Woll-Lieferanten in Reserve zu haben", so Wenke, den hier alle nur Maier nennen, was aber wie­der eine andere Geschichte wäre.

Und weil der SCF ein recht ehrgei­ziger Club mit derzeit 51 aktiven Mitgliedern ist, war es auch nicht verwunderlich, dass die Wette ein­fach gewonnen werden musste. Und so schwangen am Ende auch 51 Pärchen, nicht nur Clubmitglie­der, vor dem Verlierer die Tanzbei­ne. Harig löste sein Versprechen ein - die zwei Schafe stehen jetzt aber trotzdem in seinem Stall. Der "Katastrophen-Politiker" des SFC dazu: "Als Minister muss man mit einem Landrat auch manchmal gnädig umgehen. Die Gaudi war es wert und die zwei Schafe finden bei den Harigs bestimmt ein tro­ckenes und sicheres Plätzchen." Wovon man beruhigt ausgehen darf. Nicht ganz so trocken ging es nach dem Faschingsumzug bei der Après-Party im beheizten Festzelt an der Goetheschule zu.

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