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Zoll warnt vor neuen Betrugsmaschen

Sachsen. Die Generalzolldirektion warnt vor gleich zwei neuen Betrugsmaschen.

In einer neuen telefonischen Betrugsmasche gehen Anrufe ein, bei denen eine automatisierte Ansage Auskunft über angeblich laufende Vollstreckungsverfahren verlangt. Die Ansage vermittelt den Eindruck, dass es sich um einen offiziellen Anruf des Zolls handelt und fordert zur Herausgabe von Informationen auf. Die Anrufer nutzen dabei technische Methoden, um mit ihrer Rufnummer tatsächlich bestehende Rufnummern des Zolls zu imitieren. Der Zoll geht davon aus, dass die durch die Betrugsversuche gewonnenen Informationen dazu genutzt werden sollen, Geldzahlungen von den Betroffenen einzufordern und rät, solche Gespräche umgehend zu beenden.

Bei einer weiteren Betrugsmasche werden mit einem gefälschten Schreiben Lagergebühren für zwei Schrankkoffer angefordert, die angeblich am Flughafen Berlin-Brandenburg lagern. Im Kopf des Schreibens und als Wasserzeichen wird das Logo des deutschen Zolls verwendet, das Schreiben ist mit einem total gefälschten Amtssiegel versehen. Britta Miltner, Sprecherin bei der Generalzolldirektion erklärt: „Auch wenn hier das Logo des Zoll verwendet wird, stammt das Schreiben natürlich nicht vom deutschen Zoll. Wir empfehlen in jedem Fall Anzeige zu erstatten."

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Merci wohin das Auge reicht

Pirna. Ein herrenlose Koffer war im wahrsten Sinne des Wortes eine Kalorienbombe - Bombenalarm wegen einem herrenlosen Trolley auf dem Bahnhof Pirna, Reisende mussten am 20. April Behinderungen und Einschränkungen im Bahnverkehr in Kauf nehmen: Gegen 12.10 Uhr hatte eine Streife der Bundespolizei auf dem Bahnhof Pirna eine herrenlose dunkelgraue große Rollenreisetasche der Marke 4You entdeckt. Sie stand einsam und verlassen hinter dem Bahnhofsgebäude - zwischen Bahnsteig 3 und 4 an der Wand. Wegen dem „verdächtigen Gegenstand“ ließ die Bundespolizei den möglichen Besitzer auf den Bahnhöfen, Dresden, Pirna und Bad Schandau ausrufen. Als sich daraufhin niemand meldete, riegelte die Polizei sicherheitshalber den Fundort ab. Es galt zu klären, ob der Reisekoffer eine Gefahr darstellt. „Sicherheit geht vor“, erklärte der Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Andreas Herbig.   Der Bahnhof mit seinen angrenzenden Bahnsteigen 3  und 4  wurden geräumt. Wegen des Polizeieinsatzes stellte die Bahn 12.45 Uhr den Zugverkehr auf der internationalen Bahnstrecke zwischen Dresden und Bad Schandau/Prag ein. S-Bahnen aus Richtung Dresden fuhren nur noch bis nach Heidenau bzw. ab Heidenau. Drei Busse verkehrten zusätzlich als Notverkehr zwischen Heidenau und Bad Schandau, wobei Züge in Richtung Bad Schandau ohnehin aufgrund von Bauarbeiten im Elbtal gegenwärtig stündlich im Schienenersatzverkehr unterwegs sind. Kurz nach 13.30 Uhr traf der Entschärfungsdienst der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit (MKÜ) ein. Vorsichtig näherten sich die Beamten dem verdächtigen Gepäckstück  und untersuchten es. 14.06 Uhr gaben sie Entwarnung. Die Tasche entpuppte sich als Kalorienbombe. „Nichts Gefährliches“, sagte der Einsatzleiter. Fünf Minuten später wurde der Sperrbereich wieder aufgehoben. 14.11 Uhr rollte der Zugverkehr wieder an. Bis dahin waren acht Züge – darunter sechs S-Bahnen und zwei Eurocity (einer musste in Dresden stoppen, der andere in Bad Schandau) – auf der Hauptstrecke betroffen. Denn der Inhalt ist nahezu zweifelsfrei Diebesgut. In eine große Menge Schokolade sowie Kosmetik trat darin zum Vorschein. In der prallen Sonne fanden die Beamten insgesamt 58 große und kleine Merci Schokoladentafeln, 58 Schokoladen Tafeln Excellence Lindt,  Schokolinsen, Bonbons,  TicTac Lutschdragées sowie sieben Deosprays, zwei 3er Pack Socken, eine blaue Strickjacke, ein Paar Sony-Kopfhörer, eine Prepaid-Karte (T-Com) und ein großer blauer Plastikbeutel. „Wir gehen nach unserer polizeilichen Erfahrung von Diebesgut aus, das aus Angst vor einer Kontrolle zurückgelassen wurde“, heißt es aus Ermittlerkreisen. Um den Besitzer zu finden, befassen sich jetzt Kriminaltechniker mit dem Kofferinhalt und hoffen auf verwertbare Fingerabdrücke und DNA-Spuren. Die Ermittler der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel wollen nicht nur den Besitzer herausfinden, sondern auch woher das mutmaßliche Diebesgut stammt. (df) Ein herrenlose Koffer war im wahrsten Sinne des Wortes eine Kalorienbombe - Bombenalarm wegen einem herrenlosen Trolley auf dem Bahnhof Pirna, Reisende mussten am 20. April Behinderungen und Einschränkungen im Bahnverkehr in Kauf nehmen: Gegen 12.10…

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