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Eggerts Ostwind – Schockierend?

Sachsen. Mehrere hunderttausend Europäer zwischen 18 und 35 aus 35 Ländern sind jüngst befragt worden, wie sie ihr Leben, ihre Zukunft, die politischen Institutionen und den Zustand der Gesellschaften sehen, in denen sie aufwachsen.

Die Ergebnisse seien, folgen wir den Äußerungen der sicher zumeist älteren Kommentatoren, schockierend: 90 Prozent der jungen Europäer (und darunter 86 Prozent der jungen Deutschen) sind der Ansicht, die soziale Ungleichheit in ihren Ländern werde immer größer – und das, obwohl aus der Politik, ob von links, aus der Mitte oder von rechts, immer wieder zu hören ist, es müsse was gegen die wachsende soziale Ungleichheit getan werden.

Doch vor lauter Reden darüber kommt die ältere Generation, auch die politisch tätige, offensichtlich nicht dazu, etwas von Gewicht zur Lösung des Problems beizutragen. Es darf deshalb als folgerichtig gelten, wenn über 70 Prozent – in Deutschland genau 71Prozent – der jungen Europäer kein Vertrauen in die Politik und ihre Institutionen haben. Die Folgen sind unter anderem bei den politischen Parteien zu besichtigen, die allenthalben über Nachwuchsmangel klagen. Auch wissen Analytiker zu berichten, jugendliches Interesse an Wahlen und Volksabstimmungen aller Art sei nicht eben sprühend.

Was also ist an diesen Umfrage-Ergebnisse wirklich schockierend? Nichts. Wobei der Duden versichert, für „schockierend" könne auch „anstoßerregend" stehen. Und das muss ja nichts Anstößiges sein.

Ihr Hans Eggert

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Was passiert bei »Betten Johne«?

Riesa. Bereits vor einigen Wochen haben wir berichtet, das am ehemaligen Standort »Betten Johne« in Altriesa neue Nutzer mit der Sanierung des Gebäudes begonnen haben. Das Islamisches Zentrum Riesa richtet das Objekt scheinbar für seine Nutzung als kleines Kulturzentrum bzw. neuen Gebetsraum her. Die Anwohner sind verunsichert, weil die Bauarbeiten voranschreiten, aber von offizieller Seite noch keine Informationen zu den vermeindlich neuen Nachbarn bei ihnen angekommen sind. Und so wird es auch bleiben. Jedenfalls vorerst! Auf Anfrage verkündete Bürgermeister Tilo Lindner, dass ein Bauantrag und ein Antrag zur späteren Nutzung vorliege, es sich aber um ein laufendes Verfahren handelt. »Wir werden dazu derzeit keine Informationen herausgeben und nichts verkünden«, so Lindner auf Anfrage im Stadtrat. Ob Schweigen gerade in dieser Situation der richtige Weg ist? Die Bürger jedenfalls wünschen sich mehr Offenheit, schließlich müsse man miteinander klar kommen. Das gehe aber nur, wenn beide Seiten ehrlich und offen sind, so heißt es aus der Nachbarschaft. Auch wenn man keine Freunde werde, wünschen sich viele der Anwohner, dass man respektvoll und angemessen mit einander auskommt. Wie die Verwaltung mit dem Antrag des Vereins umgeht, bleibt derzeit leider nur zu mutmaßen...Bereits vor einigen Wochen haben wir berichtet, das am ehemaligen Standort »Betten Johne« in Altriesa neue Nutzer mit der Sanierung des Gebäudes begonnen haben. Das Islamisches Zentrum Riesa richtet das Objekt scheinbar für seine Nutzung als kleines…

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