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Bilanz zum „Blitzmarathon“ in Sachsen

Ulbig: „Stellenwert der Verkehrspolizei weiter stärken“

Sachsen. Beim „Blitzmarathon“ am 19. April sind auf Sachsens Straßen 4.067 Tempoverstöße registriert worden. 80.049 Fahrzeuge wurden während der 24-Stunden-Aktion kontrolliert. Die Beanstandungsquote lag damit bei 5,1 Prozent. 2014 betrug sie 5,3 und ein Jahr später 3,6 Prozent. 2016 hatte Sachsen nicht am „Blitzmarathon“ teilgenommen.

Bei der diesjährigen Aktion war die Landespolizei - neben den Kommunen - mit fast 300 Bediensteten an knapp 120 verschiedenen Orten im Einsatz.

Der „Blitzmarathon“ bildete den Schwerpunkt innerhalb einer europaweiten Aktionswoche gegen Raserei. Sie dauert noch bis zum 23. April. Angesichts der positiven Erfahrungen aus vergleichbaren Geschwindigkeitskontrollen in den vergangenen Jahren, betonte Innenminister Markus Ulbig: „Der Blitzmarathon ist keine Eintagsfliege. Er spricht eine breite Öffentlichkeit für das Thema Raserei und deren fatale Folgen an. Es war und bleibt in diesem Zusammenhang folgerichtig, den Stellenwert der Verkehrspolizei innerhalb der sächsischen Polizei weiter zu stärken.“ Zu hohe Geschwindigkeit ist im Freistaat auch 2016 wieder die Hauptunfallursache gewesen. Knapp 14 Prozent aller Unfälle waren darauf zurückzuführen. Auffallend ist die Zahl der Unfalltoten im Zusammenhang mit zu schnellem Fahren. Im Jahr 2016 kamen so fast 40 Menschen ums Leben. Die Zahl der bei Unfällen im letzten Jahr Getöteten betrug insgesamt 162.

Für dieses Jahr plant der Freistaat weitere Verkehrssicherheitsaktionen. So startet im Anschluss an die Sommerferien „Schule hat begonnen“ und im September beginnt die zweiwöchige Kontrolle „Blitz für Kids“. (pm)

 

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