Außenseiter holt den Titel: Pokal der Meißner Mini EM geht nach Island

Triebischtaler Jungs haben sich in den Farben Islands und mit Unterstützung des WochenKurier und des Wellenspiels durchs Turnier gekämpft

Island ist Europameister: Bei der Meißner Mini EM am vergangenen Samstag setzte sich das Team aus dem Norden gegen 15 weitere Mannschaften durch. Unter dem Strich war es ein buntes Fußballfest an einem ungewöhnlichen Ort, so die einhellige Meinung.

Diese Mannschaft hatte wohl kaum einer auf dem Zettel gehabt. Die Schüler der Meißner Triebischtalschule hielten nach einem anstrengenden Turnier den goldenen Pokal in der Hand. Die fünf Jungs waren für die Island an den Start gegangen und bezwangen im Finale kurz vor dem offiziellen Spielende Frankreich mit 2:1. Platz 3 teilten sich Irland und Belgien. Auch wenn das Feld klein erscheint, sind die 12 Minuten pro Partie absolut kraftraubend“, so die Isländer nach dem Turnier, das nahezu völlig fair verlief. Die Offiziellen am Spielfeldrand ließen viel laufen.  Hinter dem Mikrofon kommentierte MDR-Experte und WochenKurier-Kolumnist Gerd Zimmermann das Geschehen der finalen Begegnungen.

Insgesamt 16 Mannschaft aus dem gesamten Landkreis, darunter aus Radebeul, Weinböhla, Priestewitz und Meißen beteiligten sich an dem Turnier auf dem Parkplatz der Neumarkt Arkaden. Auch international war das Turnier sehr gut besetzt. Gespielt wurde auf zwei Streetsoccer-Courts mit Gruppenphase und anschließenden KO-Runden. Favorit Spanien schaffte es nicht über die Gruppenphase hinaus, dafür hatten die Kicker der Radebeuler Kinderarche als einzige Mannschaft ein Mädchen in ihren Reihen. Eine besondere Herausforderung war der kleinere Court. Hier musste um jeden Zentimeter gekämpft werden – Emotionen hinter der Bande inklusive. 

Für reichlich Abwechslung sorgte ein buntes Rahmenprogramm. So bot der Logistiker „unitrans Hauptvogel“ die Möglichkeit, einen richtigen Gabelstapler über einen Parcours zu steuern. Das Sporthaus Haubold hatte sogar den offiziellen EM-Ball im Gepäck und eine Geschwindigkeitsmessanlage für den stärksten Schuss organisiert. Richtig Speed hatte am Ende der Fuß von Johannes Geyer aus Meißen. Mit 116 km/h beförderte er das Leder ins Netz – Rekord.  Eine Reaktionswand und Massage waren weitere Anlaufpunkte.

„Sympathisch, fair und technisch stark. Die Isländer haben verdient gewonnen, auch wenn es am Ende sehr knapp war“, sagte Organisator Frank Dutschke von der Barmer GEK. Er bedanke sich gleichzeitig bei allen, die mitgewirkt haben – von Spielern über Sponsoren bis hin zu den zahlreichen Gästen.

„Besonderer Dank gilt auch jenen, die heute und die letzten Wochen hinter den Kulissen viel Zeit und Kraft investiert haben“, so der Meißner Barmer-Chef weiter. Also eine Neuauflage im nächsten Jahr? „Möglich wärs. Die WM 2017 bietet sich aber auch an“, so Dutschke abschließend.

Vom Autohaus über den Taschenladen bis hin zur Kneipe – mehr als 20 Unternehmen aus der Region hatten Patenschaften für die Teams übernommen und am Ende sogar noch kleine Geschenke für ihre Schützlinge organisiert.

„Eine gelungene Veranstaltung für unsere Jugend“, bescheinigten am Ende auch Marko Fritzsche von Medimax und die Wahlkreisabgeordnete Daniela Kuge, die den Pokal im Namen von Innenminister Thomas de Maizière an den „Underdog“ überreichte.  Seine Sponsoren „Wellenspiel“ und „WochenKurier“ freuen sich über die tolle Leistung!                                                                                                  (Schramm)

Fotos

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